Big Tits Zombie

Takao Nakano ist der Meister des japanischen Trash-Films. Sein neuster Streifen Big Tits Zombie (Im Original: Kyonyū doragon: Onsen zonbi vs sutorippaa 5 = Big Tits Dragon: Hot Spring Zombie Vs. Stripper 5) ist ein crap-ästhetisches Feuerwerk, das jede Menge Spaß macht und sogar eine feministische und antikapitalistische Botschaft hat.

Die Story spielt im japanischen Hinterland und ist schnell erzählt. Fünf gelangweilte Stripperinnen finden im Keller eines Spa-Resorts eine Art Necronomicon. Eine der Fünf, die verrückte Maria, gespielt von Mari Sakurai, weiß es zu nutzen, stößt das Tor zur Hölle auf und erweckt die Toten in Form fleischfressender Zombies zum Leben. Doch damit nicht genug: Sie macht sich die Zombies auch noch Untertan. Lena [Sola Ao] und Ginko [Risa Kasumi] überleben, im Gegensatz zu ihren Kolleginnen, die ersten Angriffswellen der Zombies und machen sich mit Katana und Kettensäge bewaffnet auf, die Königin der Untoten zu töten. Der finale Kampf um die Herrschaft auf Erden beginnt.

Der Zombievariantenreichtum in Big Tits Zombie setzt neue Maßstäbe. Selbst Sushi wird durch den Zauberspruch Marias wiederbelebt und verwandelt sich in fliegenden Zombiesushi. Nakano schöpft für diese Vielfalt auch aus seinen älteren Filmen. So hat zum Beispiel die furchteinflößende Scheidenkreatur aus Sexual Parasite: Killerpussy, die ihre Sexualpartner während des Liebesakts auffrisst, ein Revival. Die Mentorin der Stripperinnen Nene, gespielt von Tamayo, verwandelt sich vor deren Augen zu einer flammenwerfenden Zombiepussy, die gefühlte fünf Minuten lang Feuer aus ihrem „Rachen“ speit, bis die Protagonistinnen ihr endlich Herr werden.

Big Tits Zombie ist zu Recht das Flaggschiff des japanischen Gore-/Sex-/Trash-Films. Mit Sola Aoi und Risa Kasumi, zwei bekannten japanischen Pornodarstellerinnen, besetzt Nakano den Film brillant. Wo sich das Acting der Hauptdarstellerinnen normalerweise vornehmlich auf Schwanzlutschen und Ficken beschränkt, wachsen Aoi und Kasumi in diesem Streifen über sich hinaus. Besonders verstörend gespielt ist auch die Rolle der Maria. Mari Sakurai verkörpert die Gothic-Schlampe mit dem Hang zu Zitaten großer Denker des 20. Jahrhunderts einfach phänomenal und erinnert dabei an eine Horrorversion der Alice im Wunderland.

Und wer jetzt fragt: Ein japanischer Film mit japanischen Darstellerinnen und „big tits“ im Titel, geht das überhaupt? Dem sei gesagt: Ja. Erstaunlicherweise hält der Film, was er verspricht. Einziger Wehrmutstropfen: Das Lesen der Untertitel wird, durch die permanente Ablenkung von eben diesen, nahezu unmöglich gemacht. Wir würden dem Film aber unrecht tun, wenn wir ihn nur als hirnlose Machoscheiße darstellten. Nakano drückt mit ihm nämlich genau gegenteiliges aus: Die starke Frau besiegt die Untoten, rettet die Welt im Alleingang und bezwingt nebenbei das kapitalistische Patriarchat. Die männlichen Charaktere, wenn sie nicht schon längst zu Zombies geworden sind, sterben entweder sofort, raffen die letzten Kohlen zusammen oder bleiben einfach tatenlos auf offener Straße stehen und lassen sich überfahren. Die selbstbestimmte Frau hingegen nimmt ihr Schicksal in die Hand, kämpft für sich und ihre Kolleginnen und setzt sich für ihr eigenes und das Recht der anderen ein, und das sogar über deren Tod hinaus.

Big Tits Zombie muss man gesehen haben. Massig Action, jede Menge Titten und Ärsche, eine wahnwitzige Story, Unmengen billiger Splattereffekte, eine gute Portion Selbstironie und obendrauf eine tiefgründige Botschaft. Was will man mehr?

Viel Spaß wünscht dein CRAP-MAGAZINE

IMDB 4.8 Punkte
TRAILER
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D und D schauen sich auch jeden Schmarn an. Zuletzt Hobo with a Shotgun und Nude Nuns With Big Guns







 
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One Comment

  1. Hans Leiberg
    20.05.2012 15:48

    Ein super Film. Neben Wild Zero & Stacy mal wieder ein guter Trashfilm aus Japan. 3-D Brille sollte man eventuell zur Hand haben.

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