Der Bierschiss und die LPD-Problematik

Männer, mal Hand aufs Herz! Wer kennt das nicht? Ein gemütlicher Abend mit guten Freunden. Die Gespräche sind locker und das Niveau ist auf einem Tiefstand, wie es in der Gegenwart von Frauen undenkbar wäre. Die Stimmung ist ausgelassen und das Bier läuft in rauen Mengen die vom Reden und Lachen ausgetrockneten Kehlen hinab. Und dann, wenn der Alkohol zu fortgeschrittener Stunde seinen Tribut fordert, wirft man sich noch schnell, sozusagen als Präventivschlag, eine Aspirin mit Wasser ein, um dann in einen komatösen Schlaf zu sinken.

Doch das Übel kommt am nächsten Tag. Man öffnet die Augen, stellt freudig fest, dass weder das Bett mit Urin getränkt, noch der Boden mit Erbrochenem besudelt ist und denkt an nichts Böses. Die feucht fröhliche Runde am Vortag scheint keine schlimmeren Folgen zu haben. Denkste! Auf dem Klo kommt es nämlich zum GAU – der sonst so erlösende Stuhlgang missrät zur unangenehmen Prozedur des Bierschisses.

Minutenlang ist man bemüht den übel riechenden und zähen Brei aus seinem Darm zu pressen. Mit jeder Minute wird der Gestank unerträglicher, mit jeder Minute fühlt man sich erbärmlicher und schmutziger. Ja, es ekelt einen direkt vor sich selbst. Und hat man dann endlich das Gefühl, dass nichts mehr geht, wischt man sich den Hintern ab. Allerdings nur um festzustellen, dass der Kontakt zwischen Toilettenpapier und Anus wie ein stimulierender Knopfdruck wirkt, der noch die letzten Nachzügler aus den Tiefen des Verdauungssystems lockt. Also schnell zwischen gewischt und weiter geht die erniedrigende Prozedur.

Dieser Vorgang wiederholt sich dann bis zu einem Dutzend Mal (!), bis es endlich zum finalen Abwisch kommt. Doch bringt dieser nicht nur die erhoffte Erlösung mit sich, sondern auch die Erkenntnis, dass man sich erstens bei dem ganzen Zwischengewische das Arschloch wund gescheuert hat und dass zweitens Teile der Schmierkacke jetzt auch unlösbar in die Haare am Arsch, dem Skrotum und den Sack eingearbeitet sind und eklige LPD´s (Little Poo Dreadlocks) bilden.[1] Es bleibt jetzt nur der Gang unter die Dusche und anschließend die undankbare Aufgabe sich unter den schmerzhaftesten Verrenkungen die LPD´s mit der Nagelschere vom Hintern zu schneiden.

Diese Erniedrigung muss nicht sein. Ein emanzipierter Mann kann ganz einfach dagegen vorgehen. Ihr Männer, ich bitte euch, springt über euren homophoben Schatten und kommt zu…

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Leute! Auf ein erfülltes, LPD freies Leben.

Euer Herr Bitchcock.

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Eigentlich ärgert sich Alfred über Alles und Jeden und bringt das durch seine Kolumne im Crap-Magazine zum Ausdruck, sozusagen als Ventil, bevor noch etwas Schlimmeres passiert. Diesmal aber erzählt er uns von einer ganz persönlichen Sache und erklärt uns die Welt der Männer und wie ER sie ein bisschen weniger eklig machen möchte.

  • [1]Im deutschen Sprachgebrauch sind die Begriffe Klabusterbeere oder liebevoller Klabusterperle zudem weit verbreitet.




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    4 Comments

    1. more crap
      29.07.2011 17:17

      Schöne Idee: http://www.scheisse-bewerten.de

    2. NotPablo
      19.08.2011 17:18

      Allem Schmerz zum Trotz hat ein Bierschiss ja auch was Befreiendes. Ähnlich der gemeine “Biarschoaß”, der zudem eine Gefahr für Außenstehende darstellen kann.

      Herr Bitchcock, Sie bekommen zusätzliche Likes und +3 Herzis für die Erwähnung der “Klabuschterbeerle”

    3. Pingback
    4. Phlattened Pheasant
      25.05.2012 21:27

      Nunja, die Mähne am Arsch kann man sich auch schon selbst frisieren. Einfach einen Billighaarschneider aussem Discounter holen, wenn se mal welche haben. Den kann man dann halt für nichts Anderes mehr verwenden (Haupthaar, Brusthaare, Barthaare).

      Das Leben kann so einfach sein !

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